Gemeinsam mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Chefdirigent Lothar Zagrosek spielen beide das wohl bekannteste Doppelkonzert für diese Besetzung, die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Die etwas eigentümlich klingende Bezeichnung stammt vom Concerto grosso des Barock, bei dem eine Gruppe von Solisten miteinander und mit einem Orchester im Wettstreit stehen.
Nach der Epoche der Klassik hat diese Form des Doppel- bzw. Tripelkonzerts bis auf wenige Ausnahmen eher Seltenheitswert. Umso mehr lässt sich Mozarts Werk als Apotheose des Doppelkonzerts bezeichnen, so kunstvoll und vollendet durchdringen sich die Solisten mit ihrem Spiel untereinander und mit dem Orchester. Zuvor erklingt die Ouvertüre zur Oper „Lucio Silla" und danach die eher selten zu hörende Sinfonie C-Dur KV 200, die trotz aller tonartlicher Festlichkeit eher kammermusikalisch und mit zurückgenommenen Passagen überrascht, was sehr an die Concertante erinnert.
Während Renaud Capuçon und Antoine Tamstit ihre Instrumente im Großen Saal singen lassen, können die jüngsten Konzerthausbesucher (ab 3 Jahre) die Geheimnisse der menschlichen Stimme im Werner-Otto-Saal bei der parallel stattfindenden Kinderbetreuung erforschen.
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