Das Publikum lacht und leidet mit dem frustrierten Musiker, der gegen diesen „Sarg" und „Waldschrat" wütet, der sein Leben dominiert, seine Liebe zerstört und sein Selbst erwürgt.
Dabei hatte es zunächst selbst düster ausgesehen für Süskinds virtuoses Solo. So wie damals in den siebziger Jahren keiner seine Kurzgeschichten veröffentlichen wollte, war auch „Der Kontrabass" von zahlreichen Verlagen abgelehnt worden. Erst über den Umweg als Hörspiel fand das Stück 1981 mit Nikolaus Paryla in München doch auf die Bühne - und begeistert seither als bittersüße Allegorie auf das Leben.
Ganz nebenbei gibt's noch eine kleine Lehrstunde in Instrumentenkunde, etwa wie tief der Kontrabass spielen kann: „Exakt 41,2 Hertz, wenn er richtig gestimmt ist." Dies ist - nebenbei - manchem modernen Komponisten immer noch nicht tief genug. So ziehen heute etliche Bassisten eine fünfte Saite auf Kontra-C oder sogar Subkontra-H (30,9 Hertz) auf. Süskinds Protagonist hätte das allerdings auch nicht weitergeholfen, will der doch ausgerechnet eine Sopranistin beeindrucken, ohne dass er jemals auch nur einen Ton spielen könnte, den die Angehimmelte singt: „Da ist ein Kontrabass mehr, wie soll ich sagen, ein Hindernis als ein Instrument".
Kein Hindernis für Schauspieler Peter Bause, der als verzweifelter Musikus wieder einmal konstatieren darf: „Jeder Musiker wird Ihnen gern bestätigen, dass ein Orchester jederzeit auf den Dirigenten verzichten kann, aber nicht auf den Kontrabass." Weitere Termine: 12., 18., 19., 26., 20., 30. und 31. Dezember.
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